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Luxemburg, den 11. Mai 2010. Die heutige ordentliche Hauptversammlung der Paul Wurth S.A. genehmigte den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2009. Mit einem drastischen Einbruch der Verkaufspreise und einem massiven Rückgang der Stahlproduktion erlebte die weltweite Stahlindustrie 2009 eine ihrer schwersten Rezessionen. In diesem stark beeinträchtigten, für Investitionen ungünstigen Geschäftsumfeld konnte Paul Wurth die Auswirkungen der Wirtschaftskrise dank seiner Technologiekompetenz und Kundennähe abmildern und ein stattliches Ergebnis verbuchen. Die Gruppe nutzte das Jahr 2009 auch zum Ausbau ihrer Forschungs- und Entwicklungsprogramme, besonders im Hinblick auf eine optimierte Energienutzung in der Stahlerzeugung. Zuletzt erweiterte Paul Wurth sein Geschäftsfeld durch den Erwerb einer Beteiligung von 50,4% im Kapital der CTI Systems S.A. Begrenzte Auswirkung in einem stark beeinträchtigten UmfeldIn einem für Investitionsprojekte ungünstigen Wirtschaftsklima musste Paul Wurth 2009 – nach drei Rekordjahren – einen deutlichen Rückgang seiner Auftragseingänge auf 420,3 Millionen Euro (781,1 Millionen Euro in Vorjahr) verbuchen. Angesichts der erheblichen Sparmassnahmen, die zahlreiche Kunden zum Erhalt ihrer Zahlungsfähigkeit treffen mussten, ist das Erreichen dieses Volumens an neuen Aufträgen eine beachtliche Leistung und zeugt vom anhaltenden Interesse an Paul Wurth Produkten und Dienstleistungen bei der Kundschaft. In Anbetracht der schwierigen Marktverhältnisse, denen der europäische Industriesektor 2009 ausgesetzt war, ist bemerkenswerterweise der deutsche Markt mit fast einem Drittel der Neuaufträge der ergiebigste für die Gruppe gewesen, gefolgt von Indien und Brasilien. Wenn auch zu Jahresbeginn verschiedene laufende Projekte in ihrer Umsetzung durch den Stahlpreiseinbruch und den daraus erfolgten starken Produktionsrückgang gefährdet schienen, so konnte der Ausführungszeitplan der wichtigsten Projekte in der Zwischenzeit zusammen mit den Kunden neu verhandelt werden, so dass glücklicherweise nur sehr wenige Festaufträge storniert wurden. Nicht von der Krise beeinträchtigt war der Fortgang des Projektes von Hyundai Steel in Südkorea. So konnte die erste von zwei Hochofenanlagen, an dessen Bau Paul Wurth mitwirkt, am 5. Januar 2010 angefahren werden. Mit einer Jahresleistung von 4 Millionen Tonnen Roheisen ist der neue Hochofen mit den modernsten Technologien, vor allem im Umweltschutzbereich, ausgestattet. Die Paul Wurth Kompetenzen im Bereich der Kokereien fanden ihrerseits Bestätigung mit der Inbetriebnahme der Koksofenbatterie N°3, die der Zentralkokerei Saar in Dillingen schlüsselfertig zugestellt wurde. Im Bereich der Recyclingtechnologien wurde die PRIMUS® Anlage bei Dragon Steel in Taiwan zur Aufbereitung von jährlich 100.000 t Reststoffen aus der Stahlindustrie im April 2009 in Betrieb genommen und erreichte rasch das angepeilte Produktionsniveau. In Anbetracht der laufenden Projekte und Ausschreibungen hat die Wirtschaftskrise eindeutig die Verlagerung der Zielmärkte der Stahlindustrie nach Asien und Südamerika beschleunigt. Um das dortige Geschäftspotential optimal zu nutzen, baut Paul Wurth weiter sein kommerzielles und operatives Aufgebot aus. Dies gilt besonders für Indien, wo die Gruppe zurzeit an nicht weniger als 5 umfangreichen Hochofenneubau– und Modernisierungsprojekten mitwirkt. Vorzüge schaffen durch InnovationSeit jeher sind die Arbeiten im Bereich Forschung und Entwicklung maßgebend für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit – erst recht in einem schwierigen Wirtschaftsumfeld. Sämtliche zuvor genannten Projekte beinhalten technologische Entwicklungen, die zum guten Namen Paul Wurths als innovativer und zuverlässiger Partner beitragen. Im Geschäftsjahr 2009 galt ein vorrangiges F&E-Programm der Suche und Optimierung technischer Lösungen zur wesentlichen Reduzierung des Energieverbrauches bei der Eisen- oder Stahlherstellung. Zudem war die kontinuierliche Entwicklung des Technologieportfolios von Paul Wurth weiterhin im Zentrum der Bemühungen. Durch den Erwerb einer mehrheitlichen Beteiligung (50,4%) an CTI Systems S.A. - einem Unternehmen, das in der Planung und Herstellung von automatisierten Anlagen für das Materialhandling und die Lagerung von Schwerlasten spezialisiert ist, konnte das Leistungsspektrum der Gruppe erweitert werden. Die Absicht, das wissenschaftliche Potenzial bestmöglich zur Verstärkung seines technologischen Vorsprungs zu nutzen, hat das Unternehmen veranlasst, am 25. Februar 2010 ein Kooperationsabkommen in Forschung und Lehre mit der Universität Luxemburg zu unterzeichnen. Eine gleich gelagerte Initiative hat Paul Wurth dazu bewogen, rund 200 Studenten und Schüler zur ersten Students’ Technology Fair einzuladen, einer Veranstaltung die darauf abzielt, den jungen Leuten die Welt der Industrie und den Ingenieurberuf näherzubringen. Die Resultate für das Geschäftsjahr 2009Gestärkt durch einen hohen Auftragsbestand zu Beginn der Geschäftsjahres verzeichnete der konsolidierte Umsatz der Gruppe 2009 nur einen relativ leichten Rückgang auf 620,9 Millionen Euro. Obwohl die Ergebnisse der Gruppe nicht an das Ausnahmejahr 2008 anknüpfen konnten, wurde ein stattliches Nettoresultat von 21,6 Millionen Euro erzielt. Diese Ergebnisse haben die Hauptversammlung dann auch bewogen, der Ausschüttung einer unveränderten Bruttodividende von 420 Euro pro Aktie für das Geschäftsjahr 2009 zuzustimmen. AusblickWenngleich das Niveau der Rohstahlproduktion seit den letzten Monaten von 2009 allmählich ansteigt und sich die Verkaufspreise stabilisieren, dürften die Investitionen in der Branche in den nächsten Jahren global begrenzt bleiben, insbesondere für die Schaffung neuer Kapazitäten. Lediglich die Märkte in Asien, Brasilien und Russland zeigen optimistischere Wachstumsprognosen, und eine Verbesserung des Investitionsklimas ist dort heute schon spürbar. Aufgrund seines Know-hows, seiner vielfältigen und konkurrenzfähigen Angebotspalette und seiner lokalen Präsenz auf den Zukunftsmärkten kann Paul Wurth den tiefgreifenden Veränderungen, die die Globalisierung der Märkte hervorruft, jedoch mit Zuversicht begegnen. PAUL WURTH S.A. • 32, rue d'Alsace • Postfach 2233 • L-1022 Luxembourg |
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