2006 – Paul Wurth als Marktführer bestätigt

Luxemburg, den 8. Mai 2007. Die ordentliche Hauptversammlung der Paul Wurth S.A. fand am heutigen Dienstag, dem 8. Mai 2007, unter dem Vorsitz von Herrn Michel Wurth statt.

In einem kontinuierlich stark wachsenden Weltstahlmarkt und dank richtiger vergangener Strategieentscheidungen, die Paul Wurth zu einem Anbieter von Gesamtlösungen gemacht haben, stand das Geschäftsjahr 2006 im Zeichen wichtiger kommerzieller Erfolge für Projekte nie dagewesenen Umfangs.

Großprojekte

Im Mittelpunkt des Geschäftsjahres standen die vom ThyssenKrupp Konzern vergebenen Aufträge für drei Hochofenkomplettanlagen, eine davon für das Stahlwerk in Duisburg-Hamborn und zwei für das neue Brammenstahlwerk des Konzerns im brasilianischen Sepetiba. Letzteres Projekt verkörpert bestens die globale Aufstellung der Paul Wurth Gruppe, d.h. das Zusammenspiel spezifischer Kompetenzen innerhalb der Gruppengesellschaften, wodurch das gesamte Spektrum an Technologien für die Roheisenerzeugung abgedeckt wird. Dank dieser Referenzen setzen die Technologiekonzepte von Paul Wurth neue Maßstäbe im Hochofenbau. Diesem Know-how ist sicherlich ein weiterer, kürzlich erteilter Auftrag für die Auslegung und Lieferung von zwei Hochöfen für Hyundai Steel in Südkorea zu verdanken. Außerdem wirken sich die von der Arcelor Mittal Gruppe unternommenen Investitionen in die Modernisierung ihrer Werke, vor allem in Frankreich, auch weiterhin positiv auf die Geschäftsentwicklung von Paul Wurth aus. 

Ein weiterer kommerzieller Erfolg war die Bestellung einer Primus®-Anlage aus Taiwan - der zweiten nach der Primus®-Anlage, die von Primorec in Differdingen betrieben wird. Dass Dragon Steel Corporation diese innovative Technologie zur Behandlung und Aufwertung seiner Reststoffe auserwählt hat, ist sicherlich eine wertvolle Unterstützung für die künftige Vermarktung dieses von Paul Wurth entwickelten Verfahrens.

Nachdem Paul Wurth sein Technologieportfolio 2005 um den Kokereibereich erweitert hat, ging Anfang 2007 - erstmals unter dem Namen Paul Wurth - ein erster Auftrag für die Lieferung von zwei für die Dillinger Hütte bestimmten Koksofenbatterien von Seiten der GAL Zentralkokerei Saar ein. 

Verstärkung der Gruppe

Die Kompetenzerweiterung der Gruppe setzte sich auch Anfang 2007 mit der Gründung von Paul Wurth Automation in Kanada fort. Dieses neu gegründete Unternehmen ist in der Entwicklung standardisierter Computerprogrammier-Module für die wesentlichen Paul Wurth Ausrüstungen und Verfahren spezialisiert.

Aufgrund der Notwendigkeit, die Organisation dem starken Geschäftswachstum anzupassen sowie das von Paul Wurth angesammelte Know-how rechtzeitig weiterzugeben, haben verschiedene Unternehmen der Gruppe im Jahr 2006 eine rege Einstellungspolitik betrieben. Bei einem Anstieg der Belegschaft von rund 9% beschäftigt die Paul Wurth Gruppe heute etwa 1.200 Mitarbeiter weltweit. Begleitet wurden diese Neueinstellungen von zahlreichen Einführungsmaßnahmen, vor allem im Bereich der Sicherheit und Gesundheit.

Verstärkt wurde auch die Mitarbeiterzahl der Civil Construction Abteilung, die hauptsächlich in Luxemburg im Bereich der Projekt- und Baustellenleitung aktiv ist. Während verschiedene Grossbaustellen, wie die Erweiterung des Europäischen Gerichtshofes, das Gerichtsviertel am Heilig-Geist-Plateau oder auch der Flughafenterminal, in die « heiße Phase » gegangen sind, konnte sich Paul Wurth unter anderem den Auftrag für die Baustellenleitung der neuen Luxlait-Molkerei sichern, eines Schlüsselprojektes, das sich durch seine besondere Komplexität auszeichnet. Durch die Unterzeichnung eines Partnerschaftsabkommens mit dem führenden belgischen Unternehmen Aquafin im Februar 2006 hat der Unternehmensbereich Civil Construction zudem sein Know-how um den Bereich der Wasserwirtschaft erweitert.

Die Resultate des Geschäftsjahres 2006

Der konsolidierte Umsatz der Gruppe stieg 2006 um +16,9% auf den Rekordstand von 341,6 Millionen Euro (292,1 Millionen Euro im Jahr 2005). Insbesondere durch die starke Steigerung des operativen Ergebnisses auf 17,8 Millionen Euro konnte das konsolidierte Nettoergebnis mit 20,0 Millionen Euro nahezu verdoppelt werden (10,1 Millionen Euro im Jahr 2005).

Als Hauptindikator des Geschäftswachstums und als Beweis dafür, dass sich Paul Wurth in einen Komplettanlagenbauer verwandelt hat, belief sich das Volumen an neuen Aufträgen für das Berichtsjahr 2006 auf 720,5 Millionen Euro, womit das Niveau der Auftragseingänge vom Vorjahr (484,9 Millionen Euro) um 48,6% übertroffen wurde.

Geographisch gesehen und angesichts der oben erwähnten ThyssenKrupp-Aufträge, kommen die neuen Aufträge 2006 hauptsächlich aus Brasilien (37,4%) und Deutschland (23,1%). Insgesamt stellen die Aufträge von Kunden aus den BRIC-Ländern (Brasilien, Russland, Indien, China) 46,1% der Auftragseingänge der Gruppe dar.

Die guten Ergebnisse haben die Hauptversammlung dann auch bewogen, der Ausschüttung einer Bruttodividende von 200 Euro pro Aktie für das Geschäftsjahr 2006 zuzustimmen.

Vielversprechende Aussichten

Neben einem bemerkenswerten Auftragsbestand, der über 2007 hinaus eine hohe Arbeitsauslastung gewährleistet, sorgen vor allem die umfassenden Investitionsprogramme der Stahlindustrie in Indien sowie in andern Schwellenländern für gute Aussichten, was die kurzfristige kommerzielle und finanzielle Entwicklung der Paul Wurth Gruppe betrifft. Auch die westlichen etablierten Märkte werden ihren Teil zum positiven Geschäftsverlauf beitragen.

Obwohl die der Stahlindustrie anhaftende Zyklizität durch den aktuellen Konsolidierungstrend der Marktakteure abgeschwächt wird, muss diese Beschaffenheit des Marktes selbst die mittelfristigen Erwartungen jedoch dämpfen. Demzufolge sind der Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit und des technologischen Vorsprungs oberstes Gebot für ein Unternehmen wie Paul Wurth, das sich ständig der internationalen Konkurrenz stellen muss.

Die vergangenen und heutigen Bemühungen im Bereich der Forschung und Entwicklung werden sich bezahlt machen. Diese Arbeiten konzentrieren sich vor allem auf den Kokereibereich, die Primus®-Technologie sowie auf neue Forschungszweige, wie zum Beispiel die Roheisenherstellung auf Basis von nicht verkokbarer Kohle. Mit der Problematik der globalen Erwärmung und deren möglichen Auswirkungen auf die Industrie und die Stahlindustrie im Besonderen sind die Forschungsarbeiten von Paul Wurth auch darauf ausgerichtet, die Emissionen von Kohlendioxid bei der Roheisenherstellung zu verringern.

Schließlich ist Paul Wurth stets bemüht, seine Werte in Bezug auf Sicherheit und Gesundheit sowohl innerhalb der Gruppe als auch gegenüber seinen Kunden aktiv zu fördern und so das Image der Paul Wurth Gruppe nachhaltig zu festigen.

PAUL WURTH S.A. • 32, rue d’Alsace • P.O. Box. 2233 • L-1022 Luxembourg
Tel. : (+352) 4970-1 • Fax : (+352) 4970-2209 www.paulwurth.com

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