|
Luxemburg, den 9. Mai 2006. Die ordentliche Hauptversammlung der Paul Wurth S.A. fand am heutigen Dienstag, dem 9. Mai 2006, unter dem Vorsitz von Herrn Michel Wurth statt.
Angesichts der boomenden Weltstahlindustrie und der folglich auf den Hauptstahlmärkten unternommenen Investitionsprojekte, konnte die Paul Wurth Gruppe 2005 hervorragende Ergebnisse verzeichnen, welche die des Erfolgsjahres 2004 noch übertreffen. Diese bemerkenswerte Geschäftsentwicklung ist hauptsächlich auf die konsequente Expansionspolitik der Gruppe zurückzuführen.
Verstärkte strategische Positionierung der Gruppe
Nach dem Erwerb im Dezember 2004 der Didier-M&P Energietechnik GmbH, eines Unternehmens, das auf dem Gebiet der Winderhitzungstechnologien und der Feuerfestauskleidung von Hochöfen spezialisiert ist, stand das Jahr 2005 zweifelsohne im Zeichen der Übernahme der Aktivitäten und des Personals der SMS Demag S.p.A. in Genua und deren Eingliederung in die neu gegründete Tochtergesellschaft Paul Wurth Italia S.p.A. Dank dieser externen Wachstumsstrategie hat Paul Wurth seine strategische Positionierung am Markt wesentlich verstärkt. Das ergänzte Technologieportfolio im Bereich der integrierten Roheisenerzeugung sowie zusätzliche hochspezialisierte Fachkräfte ermöglichen es fortan der Paul Wurth, das gesamte Leistungsspektrum beim Bau oder Umbau auch von größeren Hochofenanlagen erfolgreich durchzuführen. Zudem hat sich mit dem Know-how der Paul Wurth Italia im Bereich der Kokereien und der Direktreduktion das technologische Wissenskapital der Gruppe erweitert. Die Expansionspolitik der Paul Wurth Gruppe wurde ebenfalls durch den Erwerb einer 65-prozentigen Beteiligung der Paul Wurth Umwelttechnik GmbH an der Turbofilter GmbH fortgesetzt. Das in Essen ansässige Unternehmen ist auf dem Gebiet der industriellen Entstaubung aktiv und wird den Marktauftritt der Paul Wurth Gruppe im Bereich der Umwelttechnologien festigen. Erwähnenswert ist auch die Gründung der neuen Tochtergesellschaft Beijing Paul Wurth Trading Co., Ltd, die sich eigens der Zulieferung verschiedener Projektkomponenten, wie Kessel- und Stahlbau, durch chinesische Werkstätte widmet.
Erfolgreich am Markt
Dank des effizienten Zusammenspiels des innerhalb der Gruppe verfügbaren Know-hows konnte sich Paul Wurth umfangreiche Bestellungen sichern, wie zum Beispiel den Bau eines neuen Hochofens für Tata Steel in Indien, oder, kürzlich, den Bau des neuen Hochofens der ThyssenKrupp Steel in Duisburg-Hamborn. Etliche wichtige Projekte wurden im Laufe des Geschäftsjahres 2005 auch im Rahmen der Hüttenwerksmodernisierungen der Arcelor Gruppe in Frankreich, Deutschland und Spanien unternommen. Weitere Schlüsselmärkte, die sich durch eine starke Stahlnachfrage und Investitionen in Neubau- oder Modernisierungsprojekte kennzeichneten, waren Brasilien, China und Russland.
Paul Wurth Werte
Die kontinuierlichen Bemühungen des Unternehmens, seine Leistungen im Bereich Sicherheit und Gesundheit zu verbessern, wurden im Dezember 2005 durch die Zustellung des Zertifikats VCA – SCC (Sicherheits-Certificat-Contraktoren) formell anerkannt. Dieses Zertifikat bescheinigt die Einführung eines Sicherheitsmanagement-Systems im Rahmen der Projektleitung. Sicherheit und Gesundheit werden auch weiterhin ein zentrales Thema sein, so zum Beispiel im Pilotprojekt «Gesundheit und Wohlbefinden im Unternehmen», das gemeinsam mit dem Centre de Recherche Public - Santé durchgeführt wird. Paul Wurth hat auch im Jahr 2005 seine Arbeiten im Bereich Forschung & Entwicklung konsequent fortgesetzt, und somit seine bestehende Produktpalette erweitert und Projekte im Bereich der Elektrometallurgie sowie der Pulvermetallurgie vorangetrieben. Die neue Abteilung Corporate Technologie, deren Rolle es ist, das Technologie-Know-how der gesamten Gruppe aufrechtzuerhalten, zu schützen und auszubauen, wird im Geschäftsjahr 2006 mit einem noch erhöhten Budget für Forschung & Entwicklung ausgestattet, das den erweiterten Aktivitäten der Gruppe Rechnung trägt. Um eine Vielfalt von Profilen und Kulturen erfolgreich in das Unternehmensbild einzubinden und um nicht nur das « Know-how » sondern auch das « Know-why » zu vermitteln, investiert Paul Wurth erhebliche Anstrengungen und Mittel in die Weiterbildung und Entwicklung seiner weltweit ungefähr 1100 Mitarbeiter. Die Geschäftsentwicklung der GruppeDer konsolidierte Umsatz der Gruppe belief sich im Jahr 2005 auf den Rekordstand von 292,1 Millionen Euro gegenüber 163,0 Millionen Euro im Vorjahr. Dies entspricht einer absoluten Steigerung von 79,2% und von 31,6% bei vergleichbarem Konsolidierungskreis. Daraus ergibt sich für das Geschäftsjahr 2005 ein konsolidierter Nettogewinn von 10,1 Millionen Euro (4,7 Millionen Euro im Jahr 2004). Die positive Geschäftsentwicklung wird vor allem in einem Rekordvolumen an neuen Aufträgen widergespiegelt, die sich 2005 für die gesamte Gruppe auf 484,9 Millionen Euro beliefen, d.h. eine Steigerung von 57,4% im Vergleich zu 2004 (308,0 Millionen Euro). Bei vergleichbarem Konsolidierungskreis beträgt der Anstieg der Auftragseingänge immerhin noch beachtliche 23,7%. Die guten Ergebnisse haben die Hauptversammlung dann auch bewogen, der Ausschüttung einer Bruttodividende von 130 Euro pro Aktie für das Geschäftsjahr 2005 zuzustimmen.
Gute AussichtenMit einem konsolidierten Auftragsbestand von 429,6 Millionen Euro zum 31. Dezember 2005 sind die Aussichten für das Geschäftsjahr 2006 viel versprechend. Weitere umfangreiche Projekte – insbesondere in Brasilien und Taiwan – sind derzeit im Angebotsstadium und werden sicherlich einen positiven Einfluss auf die Geschäftstätigkeit und die Arbeitsauslastung von Paul Wurth im laufenden Geschäftsjahr 2006 haben. Die aktuellen Aussichten einer weiteren Vermarktung des Primus®-Verfahrens sind ebenfalls günstig: Paul Wurth erhielt kürzlich von Seiten von Dragon Steel in Taiwan, eine Absichtserklärung bezüglich der Bestellung einer weiteren, auf der Primus®-Technologie basierenden Direktreduktionsanlage. Gleichzeitig verzeichnet die auf dem Arcelor Gelände in Differdingen (L) angesiedelte Anlage der Primorec, ausgezeichnete Leistungen. Im Unternehmensbereich Civil Construction, der 2005 bedeutsame und komplexe Projekte unternahm, unterzeichnete Paul Wurth S.A. im Februar 2006 ein Partnerschaftsabkommen mit Aquaplus, einem belgischen Unternehmen im Bereich der Wasserwirtschaft, das führend in Flandern aktiv ist. Durch diese Zusammenarbeit weitet Paul Wurth sein Leistungsspektrum in einer Branche aus, der in Zukunft hohe Investitionsmittel zufließen werden. PAUL WURTH S.A. • 32, rue d’Alsace • P.O. Box. 2233 • L-1022 Luxembourg |
|